Boros: Bilder im Bunker

Bunker öffne dich: Seit dieser Woche zeigen Christian und Karen Boros die zweite Ausstellung ihrer Privatsammlung zeitgenössischer Kunst in ihrem Hochbunker von 1942. Wer denkt, ein Bunker – ohne Licht und ohne Fenster - sei nicht gerade der ideale Kunststandort, wird bei den Boros vom Gegenteil überzeugt. Sehr gut fügen sich die 130 Werke von 22 Künstlern in den grauen Betonkasten ein. Viele Arbeiten sind von den Künstlern sogar persönlich angebracht worden, wie der verwaschene Baumstamm von Olafur Eliasson im Entrée. Der Hingucker im Bunker ist allerdings Ai WeiWeis solitärer “Tree”, sieben Meter hoch sprengt er sein Verlies. Einen Tag vor Weiweis Verhaftung im letzten Jahr kaufte Boros das aus einzelnen Ästen und Stämmen zusammengeschraubte Artefakt.
Neben Ai Weiwei und Eliasson sind Awst & Walther, Dirk Bell, Cosima von Bonin, Marieta Chirulescu, Thea Djordjadze, Alicja Kwade, Klara Lidén, Florian Meisenberg, Thomas Ruff und weitere vertreten.
Boros Bunker ist ein spektakulärer Ausstellungsort, der zum Ungewöhnlichsten zählt, was die Kunststadt Berlin an Locations zu bieten hat.

Die Ausstellung ist nur über eine Reservierung zu besuchen.

Ai Weiwei, tree 2009-2010, Foto © Noshe

Danh Vo
Numbers (6), 2011; Trio, 2010; We the people (detail), 2011
Foto: © Noshe

Christian und Karen Boros
Foto: © Wolfgang Stahr

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