LALA Berlin: Quadrophenia


Designerin Leyla Piedayesh ließ sich bei ihrer Herbst/Winterkollektion 2012/13 nach eigenen Angaben von den popkulturell verarbeiteten Unruhen und Gesellschaftskritiken der 60er Jahre beeinflussen. Eine wichtige Assoziation sei der Film Quadrophenia – ein Teenagerdrama aus dem Jahr 1979 – gewesen, in dem Rocker gegen Mods kämpfen und eine Rebellion gegen das Establishment leben. LALA Berlin legt in der gesamten Kollektion die Betonung auf den Torso, weshalb fließende, zarte Unterteile von starken Oberteilen dominiert werden. Schmale knöchellange Hosen treffen auf Bikerwesten in schwerem Mantelstoff, Militärparka in Khaki auf knielange Röcke und Oversize Pullover auf Maxiskirts. Dominierende Farbe ist ein strahlendes Iceblau, das auf eine sonst eher winterliche Farbgebung in Kupfer, Rot, Oliv und Schwarz trifft.

Für das Haar-Styling bei LALA Berlin war Wolfgang Zimmer verantwortlich. Backstage konnten wir dem Starcoiffeur im Vorfeld der Show ein paar Fragen stellen …

QVEST: Wie sieht der typische LALA Berlin Herbst/Winter Look für 2012/13 aus?

Wolfgang Zimmer: Die Haare sollen etwas Jungfräuliches ausstrahlen. Ich wollte einen natürlich fallenden Look kreieren, der als Kontrast zu den kastigen Entwürfen von LALA Berlin fungiert.

Welche Berliner Persönlichkeit könnte dafür Pate stehen?

Hannah Herzsprung! Sie hat etwas Liebliches und sehr Weibliches – gleichzeitig besitzt sie diese gewisse Edginess!

Wie unterscheidet sich der typische Berliner Haarlook von Paris, Mailand oder New York?

Die Frauen in Berlin wirken oft gewollt ungewollt! Das passt zu der unkonventionellen Anmutung der Stadt.

Credit Backstage-Fotos: L’ORÉAL PROFESSIONNEL / T.Rafalzyk

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