Z Zegna: Unaufdringlichkeit und Understatement

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Mit Z Zegna hat die Luxus–Herrenschneiderei Ermenegildo Zegna ein junges Modelabel geschaffen, das für Unaufdringlichkeit und Understatement steht. QVEST traf anlässlich der Mailänder Fashion Week Alessandro Sartori, den Chefdesigner von Z Zegna, und erfuhr wie ein Traditionshaus, das mit Leidenschaft und feinstem Zwirn ausgestattet ist, mit neuen Mitteln den Markt der Zukunft erobern will.

QVEST: Die erste Dekade des dritten Jahrtausends liegt hinter uns. Wie würden Sie den Rückblick in Bezug auf Männermode bewerten? Was hat sich verändert?

Alesandro Sartori: Während es den meisten Marken vor zwanzig Jahren stets mehr um den nächsten, heißen Trend ging, hat sich in der letzten Dekade der Fokus wieder auf die eigene Markenidentität gelegt. Gegen Trends habe ich nichts, aber in Italien gibt es das Wort »carino«, das es meiner Meinung nach treffend beschreibt: Es ist zwar alles hübsch, aber es fehlt das gewisse Etwas! Männer haben erkannt, dass ein zeitgerechter Modeanspruch und Qualität durchaus zusammengehen können. Ob tough, aber mit einem gewissen Twist, oder eher markantere, konservativere Silhouetten: Die starke Persönlichkeit des Trägers ist wieder in den Mittelpunkt gerückt, und dies spiegelt sich in den Kollektionen wider, die einen hohen Qualitätsanspruch mit der nötigen Raffinesse vereinen.

2010 war für Sie ein Jubiläumsjahr: 100 Jahre Zegna. Was ist das Besondere in einem Familienunternehmen zu arbeiten?

Ich war schon immer fasziniert von dem Haus Zegna, da die Leidenschaft in jedem Winkel des Hauses zu spüren ist. Ein 65jähriger Schneider und ein 30jähriger Manager unterhalten sich beispielsweise in einer Art über einen Stoff, dass die Passion für ihre Arbeit quasi greifbar wird und auf alle überspringt. Hier arbeitet niemand, weil er oder sie es muss, sondern weil alle es von ganzem Herzen wollen. Und obwohl Ermenegildo Zegna und Z Zegna zwei verschiedene Kundensegmente bedienen, so findet sich ihr gemeinsamer Nenner im Qualitätsanspruch. Das ist es, was uns hier alle antreibt und leitet…

Viele Designer pochen wieder auf »Made in Italy« und betonen damit die Handwerkskunst, für die Italien so bekannt ist. Wie wichtig ist dieses Etikett für den Kunden? Und kann es neben der Massenproduktion nachhaltig bestehen?

Für viele Leute in Italien ist dieses Etikett das Wichtigste überhaupt (lacht). Es bedeutet, dass der verarbeitete Stoff mit einer bestimmten Philosophie und Geschichte verbunden ist, die seit Jahrzehnten – oder in unserem Fall seit einem Jahrhundert – gültig ist. Damit »Made in Italy« weiterhin mit Stärke besteht, versuchen wir unserem Kunden das Wissen darüber zu vermitteln, wie viel Arbeit in einem perfekt verarbeiteten Stück steckt. Wir werben stets um dieses Verständnis für die hohe Handwerkskunst, ob bei den Fashion Shows, in Shop-Präsentationen oder auf unserer Homepage. Was wir zudem getan haben, ist aufgrund der Krise die Preise eben nicht zu senken, sondern stattdessen die Qualität bei gleichem Preis zu steigern. Diese Devise versuchen wir in jedem einzelnen Produktionsschritt umzusetzen! Das ist nämlich die wahre Antwort auf die »Plage« der Massenproduktionen.

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    [...] von Internet und Social Media äußerst positiv gegenübersteht, ist kein Geheimnis. Im QVEST-Interview vergangenen Sommer verriet uns der Chefdesigner von Z Zegna, dass das Label seinen schnellen Erfolg [...]

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