NOMOS Glashütte
Vergangenes Wochenende hat Deutschland 20 Jahre Wiedervereinigung gefeiert. Ein Tag zum Gedenken nicht nur für die Menschen im Allgemeinen, sondern auch für ein Unternehmen im Besonderen: NOMOS Glashütte.
Gut zwei Jahrzehnte ist es her, dass der gebürtige Düsseldorfer Roland Schwertner nach Glashütte kam, um ein Unternehmen für mechanische Uhren zu gründen. Die Entscheidung, seine Firma in dem kleinen Städtchen zwischen Dresden und der tschechischen Grenze aufzubauen, ist keine Überraschung: dort, wo schon vor 150 Jahren feinste Uhren gebaut wurden, leben unbestritten die besten Uhrmacher der Welt.
Zwei Monate nach dem Mauerfall, nach Jahren liebloser Batterie-Uhren, wächst die Nachfrage nach hochwertigen mechanischen Uhren. Mit dem Ziel „schönste und beste Uhren für möglichst alle zu bauen“, ohne dabei die Tradition aus den Augen zu verlieren, startet Schwertner mit wenig Geld und in bescheidenen Verhältnissen seine Firma. So werden die ersten Uhren der Marke NOMOS Glashütte mit nur drei Angestellten und einigen freien Mitarbeitern in einer Drei-Zimmer-Wohnung produziert, die sich den Telefonanschluss mit Heidi’s Imbiss teilt.
Heute, 20 Jahre nachdem Schwertner der Idee feiner Handwerkskunst im damaligen Osten zum Wiederaufleben verhalf, hat das Unternehmen nicht nur einen eigenen Telefonanschluss, sondern statt 3 Mitarbeitern über 80.
Gefertigt werden die Uhren von NOMOS Glashütte von filigranen Händen in der so genannten Chronometrie am Hang über Glashütte als auch im umgebauten alten Bahnhof der kleinen Stadt, wo modernste Maschinen die Handarbeit ergänzen. Und gleichzeitig die Lieferung von Werkteilen aus der Schweiz überflüssig machen. Seit NOMOS Glashütte komplett in Glashütte fertigt, konstruiert, entwickelt und baut, darf sich das Unternehmen Manufaktur nennen – ein Privileg, das nur wenige Firmen weltweit besitzen.


Weil NOMOS Glashütte grundsätzlich Uhren entwirft, die für beinahe jeden Menschen und beinahe jede Gelegenheit tragbar sind, ist das Repertoire an unterschiedlichen Modellen eher klein. Umso größer scheint der Aufwand, wenn ein neues Modell auf den Markt kommt. Im kommenden Frühjahr wird es die Modelle Tangomat und Zürich mit zweiter Zeitzone geben. Wie die Modelle im Detail aussehen werden, ist allerdings noch unklar. Bevor die beiden Uhren in Serie gehen, werden 300 Stück von ihnen – darunter vier verschiedene Modelle der Tangomat GMT und zwei der Zürich – drei Monate lang von ausgesuchten Testern getragen und geprüft.
Bereits klar ist: die Zürich Weltzeit wird stets die ganze Welt im Blick haben, während Tangomat GMT nur einen zweiten Ort in den Fokus rückt: die eigene Heimat.
Ein Modell von beiden Uhren zeigen wir hier – ob sie so oder so ähnlich in den Handel kommen, erfahren wir erst im Frühling!
Zürich Weltzeit
Tangomat GMT 6
