50 Jahre Panton Chair

Anlässlich des 50. Geburtstags des visionär gestalteten Freischwingers des dänischen Designers und Architekten Verner Panton, ist ein kurzer Überblick über die Entstehung und Entwicklung spannend. Wohl kaum ein anderer Stuhl ist trotz seiner vielschichtigen Materialwechsel – oder vielleicht genau aus diesem Grund – weltweit so erfolgreich.

Bereits 1959/60 startete Panton mit seiner Ideenskizzierung seines gleichnamigen Stuhls. Zeitnah stelle er seinen Prototypen den Schweizer Unternehmern Willi und Rolf Fehlbaum von Vitra vor, die begeistert auf seine innovative Idee reagierten, einen Stuhl aus Plastik herzustellen. Zu diesem Zeitpunkt war der Einsatz von Kunststoff für Sitzmöbel revolutionär und undenkbar. In enger Zusammenarbeit und mit viel Pioniergeist und großer Willenskraft begann ein intensiver und langjähriger Prozess der Materialverarbeitung. Durch drei Materialversuche kämpften sich die Brüder Fehlbaum und Panton, angefangen mit dem neuartigen Material, dem Fiberglass verstärkten Polyester, gefolgt von einer Version aus Polyurethan-Hartschaum und abschließend aus spritzgegossenen Luran S (ASA). Nach sieben Jahren wurde der Panton Chair dann 1967 erstmalig auf dem Markt lanciert und brachte die Designwelt positiv zum Staunen.

Leider stellte Vitra die Produktion Ende der 70er Jahre ein, denn die stets begleitende Herausforderung den Kunststoff auf lange Sicht hin haltbar zu konzipieren scheiterte und Schwierigkeiten, wie Ermüdungsbrüche traten auf. Verner Panton zeigte sich mit diesem Zustand nicht glücklich. Er nahm in den 80ern die Initiative auf und lies das kurvige Sitzmöbel in einem Gießverfahren mit Polyurethan-Hartschaum wieder zum Leben erwecken.
Bis heute ist diese Version bei Design Connaisseurs unter dem Namen »Panton Chair Classic« bekannt.

Durch die fortgeschrittene Technologie im Kunststoffbereich, konnte auch die anfänglich dritte Version – Spritzguss –  mit dem Material Polypropylen aufgegriffen werden. Somit entstand eine preisreduzierte Version, die noch heute viele Design-affine Menschen erfreut.

Auch nach dem Tod von Verner Panton 1998 entwickelte sich der klassische Stuhl weiter. Das jüngste Projekt erschien vor vier Jahren – eine Kinderversion. Die Kids lieben diese, denn durch die Rundungen, die unempfindliche Oberfläche und die kräftigen Farbpalette ist der Stuhl vielseitig einsetzbar und dient dabei nicht nur als reine Sitzmöglichkeit, sondern auch als Spielzeugergänzung zum Herumtollen.

Gegenwärtig schmückt das Designobjekt »Panton Chair« die unterschiedlichsten Räumlichkeiten, wie Galerien, Kinderzimmer, Wohnräume oder Orchestersäle und führt durch seine unschlagbare Form zu einem ganz besonderen Widererkennungswert. Glückwunsch und Dank an Verner Panton und Vitra.

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1 Comment

    suuuuper stuhl! einfach klasse.

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