Miike Snow im Interview

Als sie 2007 ihr gemeinsames Projekt Miike Snow gründeten, waren sie in der Musikbranche alles andere als noch Unbekannte. Dass sie dennoch auf Anhieb solchen Erfolg haben würden, hätten die Schweden Christian Karlsson und Pontus Winnberg alias Bloodshy & Avant – bekannt geworden als Produzenten für Kylie Minouge, Jennifer Lopez oder Britney Spears; sowie Andrew Wyatt, New Yorker Multiinstrumentalist und ebenfalls Produzent, der u.a. bei Daniel Merriweathers ,Love’ an den Reglern saß, nicht gedacht! QVEST traf das etwas erschöpfte, dennoch euphorisch wirkende Trio vor ihrem Auftritt beim Electronic Beats Festival im Kölner E-Werk, um mit ihnen über gehörnte Hasen und perfekte Songs zu reden und zu erfahren, wie es zu der hochkarätigen Ménage à trois kam…Beim anschließenden Konzert war von eventueller Müdigkeit definitiv nichts mehr zu spüren oder zu sehen – auch nachdem die Drei ihre weißen Masken von den Gesichtern genommen hatten, die mittlerweile zu einem ihrer Markenzeichen gehören.

Andrew Wyatt

QVEST: Wie lief der Soundcheck?

Miike Snow: Ziemlich chaotisch. Aber daran haben wir uns gewöhnt!

Seid ihr schon mal in Köln gewesen?

Ja, wir waren schon einmal hier und konnten uns die Stadt etwas angucken, aber heute stehen wir hier zum ersten Mal auf der Bühne.

Und, gefällt es euch hier?

Ja, es ist super! Vor allem das Wetter ist großartig!

Ja, leider kommt das nicht so häufig vor in der letzten Zeit…
Pontus und Christian kennen sich schon sehr lange. Wie habt ihr Andrew kennengelernt und wie ist das Projekt Miike Snow entstanden?

Christian: Ich habe Andrew in einem Studio in New York kennengelernt, ich glaube das war 2004. Ich war gerade fertig mit meiner Session und er hat darauf gewartet, mit seiner anfangen zu können. Oder war es umgekehrt. Auf jeden Fall überschnitten sich unsere Aufnahmezeiten. Wir blieben in Kontakt und wurden Freunde…

Wie seid ihr auf den Namen Miike Snow gekommen?

Wir waren auf der Suche nach einem Bandnamen. Und dann kam diese E-Mail von einem Freund von uns, er ist Ingenieur. Sein Name ist Mike Snow. Seinen Namen haben wir dann an die Schreibweise des japanischen Regisseurs Takashi Miike angeglichen, einem Filmemacher, den wir alle mögen. Daraus wurde Miike Snow.

Wie kam ein gehörnter Hase dazu, euer Markenzeichen zu werden?

Christian: Wir brauchten ein Logo und ich fragte meine Tätowiererin nach Ideen. Ich sagte ihr, dass wir auf jeden Fall etwas mit Hörnern wollten. Sie war so frei, die Hörner auf einen Hasen zu setzen.

Ihr habt euer selbstbetiteltes Album in einer 400 Jahre alten Residenz in Stockholm aufgenommen, in der König Gustav der Dritte damals seine kranke Mätresse unterbrachte. Warum habt ihr euch für einen solch geschichtsträchtigen Ort entschieden?

Wir waren dort nicht nur, um unser Album aufzunehmen. Wir hatten viele Jahre lang dort unser eigenes Studio! Vor kurzem sind wir allerdings umgezogen in ein altes Feuerwehrgebäude.

Also habt ihr scheinbar ein Faible für Dinge, die geprägt sind durch ihre Vergangenheit?

Ja, natürlich, es ist schön, wenn Dinge eine besondere Geschichte haben und dadurch eine tiefere Bedeutung erlangen.

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