Daniel Josefsohn: Es wird alles gut Mutter

Daniel Josefsohn, Halb Mensch, halb Frau, 1998

Bekannt wurde Daniel Josefsohn Ende der 90er-Jahre mit seinen Schwarz-Weiß-Portraits von Jugendlichen, die er für eine Kampagne von MTV entwickelte. Seitdem verbergen sich hinter seinem Namen außergewöhnliche Modestrecken, ausdruckstarke Portraits und Aufsehen erregende Kampagnen. Was die Arbeiten des Fotografen, der neben einer Veröffentlichung in QVEST bereits für Die Zeit, das Süddeutsche Zeitung Magazin und Dazed & Confused gearbeitet hat, dabei so besonders macht, ist ihr Widerspruch in sich selbst. Seine Bilder – immer im Spannungsraum zwischen Kunst, Design und Modefotografie – sind nicht nur ästhetisch und durchkomponiert. Unter ihrer glänzenden Oberfläche schimmert das Verschwiegene, das Abgründige.

So porträtierte er für seine Serie „Jewing Gun“ junge israelische SoldatInnen: Fotografien, die geprägt sind von dem Kontrast zwischen den Uniformen und persönlichen Accessoires, wie etwa einer Sonnenbrille. Auf den ersten Blick wirken sie beinahe wie eine Modestrecke, tatsächlich aber zeigen sie Menschen, die trotz der Uniform versuchen, mithilfe kleiner Details einen persönlichen Ausdruck zu schaffen.

„Jewing Gun“ als auch andere Arbeiten von Daniel Josefsohn werden unter dem Titel Es wird alles gut Mutter vom 01. bis 30. Mai 2010 im  Kunstverein Hamburg zu sehen sein.

Daniel Josefsohn, Jewing Gun – IDF Soldiers in Israel, 2009

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