Kreidler: Mosaik 2014

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Während Brian Eno, der Pate des Ambient, imaginäre Orte wie Landschaften oder Flughäfen beschallte, wurden seine musikalischen Ahnen von der Düsseldorf-Berliner Band Kreidler schon für ganz reale Orte gebucht: Eine Eröffnung von Andreas Gursky im New Yorker MoMa haben sie genauso musikalisch begleitet wie Catwalks von Chanel und Lacoste. Nun gibt es nach längerer Pause wieder ein richtiges Kreidler-Album, »Mosaik 2014« wurde in wenigen Tagen in der Garage der Kölner Künstlerin Rosemarie Trockel eingespielt. Wir hören futuristische Konzeptmusik – allerdings mit Störfaktoren, denn archaisch anmutende Percussionklänge und die bedrohliche Schwere des großartigen Schlagzeugspiels sorgen dafür, dass »Mosaik 2014« mehr ist als Musik für kahl geweißte Galerieräume. Aufreizend entschleunigt arbeiten sich die Stücke mit poetischen Titeln wie »European Grey« oder »Impressions d’Afrique« voran – manchmal klingt das wie Techno aus dem transeuropäischen Schlafwagen. Der Schlummer, in den uns diese hypnotischen Schlieren tragen, ist tief und geheimnisvoll. Aram Lintzel

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