Washed out: Life of Leisure

Ernest Greene ist vor kurzem mit seinen Eltern von South Carolina nach Macon in Georgia gezogen und hat dort, umgeben von Pfirsich-Plantagen, in wenigen Monaten sein Album »Life of Leisure« produziert und aufgenommen. ›Washed Out‹ nennt er sich und sein Soloprojekt, das sich am britischen Synthiepop der frühen Achtziger orientiert, aber eben nur verwaschen daran erinnert. Vibrierend verspielte Synthesizerklänge umspielen Greenes verhallten Gesang, über allen Songs liegt ein melancholischer Schleier, der etwas verhüllt, was einen traurig und glücklich zugleich macht. Irgendwas mit Sommerabenden am Strand und Jugend und Liebe zum Beispiel. Ode etwas ähnlich Verklärbares. Sechs Midtempo- Stücke, die ganz abrupt und uncharmant ausgeblendet enden. Wie ein Sommerabend am Strand und Jugend und Liebe eben. Ein erstaunliches Debüt, sehr schön und nur digital als Download erhältlich. Hrcz
