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Und wer soll das kaufen?

Die Marke ist über die Jahre mit den Konsumenten alt geworden. Dabei ist die Zielgruppe eigentlich immer gleich geblieben: Kunden zwischen 35 und 45. Dahin wollen wir auch wieder zurück.

Ist Berlin dafür der richtige Standort?

Die Voraussetzungen sind sehr gut. Berlin ist durch seine Modernität und Energie zur Zeit sicher der beste Standort für Mode in Deutschland.

Und international gesehen?

Mit London kann sich Berlin in Sachen Mode vielleicht schon messen. Aber nicht mit Mailand, Paris oder New York – da müssen wir noch ein bisschen was tun.

Was müsste sich andern?

Zunächst der Termin. Für die Männerkollektion kriegt man es hin, aber für die Frauenkollektionen liegt die Fashion Week einfach zu früh im Jahr. Die Kollektionen sind eigentlich erst zwei Monate später fertig.

War Joop deswegen in diesem Jahr nicht vertreten?

Genau. Ich will nur noch Männer und Frauen zusammen zeigen. Außerdem ziehe ich es gerade in der Krise vor, dass wir uns die Zeit nehmen, gute Kollektionen zu machen, als dass wir für eine Show in Berlin eine Kollektion zusammenhauen, die sich dann nicht verkauft, nur weil wir nicht sorgfältig genug waren.

Ist das nicht selbstverständlich, Krise hin oder her?

Früher, bei meiner eigenen Kollektion, habe ich die Stücke oft erst im letzten Moment zusammengehauen und es hat irgendwie funktioniert. Bei Joop gibt es einen großen logistischen Apparat, den darf man nicht unterschätzen.

Klingt, als trauerten Sie dem eigenen Label doch noch etwas nach?

Anfangs gar nicht – da musste ich mich komplett auf diese neue, überwältigende Aufgabe konzentrieren. Aber jetzt, wo bestimmte Abläufe sich eingespielt haben, erkenne ich auch die Grenzen dieser Marke. Und diese Grenzen würde ich gerne, parallel zu meinen Aufgaben bei Joop, wieder ein bisschen verschieben.

Wie denn?

Mit einer eigenen Kollektion. In Berlin.

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