Der Sitzhocker Nook von Vial

Seit Ewigkeiten verschwinden Hocker in Kellern, gelten sie doch als spießig. Jetzt allerdings wird dieses Sitzmöbel, früher einmal Fußbank gewesen und als Schemel oder auch Taburett bezeichnet, wieder zu einem begehrenswerten Objekt. Designer Patrick Frey hat den Hocker neu interpretiert, die Firma Vial sich die Aufgabe gestellt, mit ihm den In- und Outdoor-Markt zu erobern.
Mit einem Blick auf das Resultat würde ich sagen: Es hat Allure. Der Hocker »Nook« wird aus dem innovativem Kunststoff Varioline aus einem Stück gefräst und anschließend gefaltet. Sofort denkt der Betrachter an die japanische Faltkunst Origami oder modernen Kubismus. Mehrere Hocker zum Turm aufeinander gestapelt lassen mich an eine Pariser Inspiration glauben – die Säulen von Brancusi? Wenn man Nook weiter betrachtet, fängt man schnell an, mit ihm zu spielen. Könnte man vielleicht meinen, er wird Model stehen für die Außenhülle eines modernen Gebäudes? Er inspiriert. Er ist Skulptur. Er ist Gebrauchsgegenstand. Man kann ihn stapeln, zur Säule, Pyramide, Trennwand oder zum Sichtschutz machen. In uni oder in Tönen wie Weiß, Grau und Schwarz. Erstaunlich viel für einen einfachen Hocker, im Ursprung ein Möbel armer Leute war. Der Hocker ist wieder salonfähig.
Karena Schuessler eröffnete in diesem Jahr in Berlin ihre Galerie für außergewöhnliches, zeitgenössisches Möbeldesign. www.karenaschuessler.com

Und die Kinder lieben ihn, denn man kann ihn herrlich auch als Trommel verwenden.